Castello del Terriccio

Die Ländereien, die zum Castello del Terriccio gehören, liegen zum einen Teil in der Provinz Pisa, zum anderen in der Provinz Livorno, an der Nordgrenze der toskanischen Maremma. Bolgheri ist 20km entfernt. Teilweise in der Ebene, teilweise im Hügelland, etwas unterhalb der Ortschaft Castellina Marittima. Neben Getreide und Oliven wird vor allem Wein angebaut. Die moderne Geschichte von "Il Terriccio" beginnt in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs, als das Gut von den Grafen Serafini Ferri erworben wurde. In den zwanziger Jahren veranlassten die Ferri bedeutende Veränderungen, die Landwirtschaft wurde von Grund auf modernisiert. Ein Großteil des Gutes wurde für den Anbau erschlossen, man ließ Olivenbäume und Weinstöcke pflanzen und der Großteil der vorhandenen Weinberge wurde neu gestaltet. Derzeit werden rund 60ha für den Anbau von Wein genutzt. Unter der Leitung von Gian Annibale Rossi di Medelana Serafini Ferri ist "Il Terriccio" zu einem bedeutenden landwirtschaftlichen Gut mit 1860 ha geworden. Es werden Weine mit großer Persönlichkeit produziert, die tief mit ihrem Terroir verbunden sind. Das bei allen Rebsorten verfolgte Ziel ist es, den Ernteertrag zu senken, nicht nur pro Hektar, sondern auch und vor allem pro Pflanze, und zwar auf 900g pro Traube. Das Ziel wird mit Nachdruck verfolgt, seit 1993 der Önologe Carlo Ferrini Berater des Weinguts wurde. Mit dieser Mengenreduzierung gelangt man auf natürliche Weise zu wertvollen und konzentrierteren Weinen, mit einem bedeutenden Anteil an Polyphenolen, großer Struktur, Süße und der Fähigkeit, sich im Laufe der Zeit zu verfeinern.